Und ich schlug ihr die Klinge in den Hals

Telefonprotokoll Messer Mord 20.09.2014

Thomas K.
Zu meiner Zeit wurde das noch mit dem Messer gemacht aber das ist natürlich, wenn sie, sobald die Spitze eines Messers auf die, auf den Bauch der Person trifft, und Sie genau wissen so jetzt muss ich ganz fest drücken, das ist schon eine Überwindung, also töten, dafür muss man schon, wären Sie bereit einen Menschen zu töten ?

Udo Pohlmann:
Ja das hängt ja von der Situation ab, dann hätte ich da kein Problem mit. Wenn der Gegner versucht mich zu töten muss ich ihn wohl töten.

Thomas K.
Das ja da das ja, bin ich bei Ihnen. Ja, aber Sie würden sich jetzt nicht auf die Lauer legen, um jemanden erschießen ?

Udo Pohlmann:
Da hätte ich kein Interesse dran.

Thomas K.
Ja sehen Sie, auch nicht.

Udo Pohlmann:
Wie kamen Sie denn eben auf das Thema Messer ?

Thomas K.
Nein ich sprach noch gerade davon, Pistole und so, dafür bin ich nicht der Typ, ich bekomme automatischen mulmiges Gefühl wenn das Magazin drin ist, ich die Waffe Spanne und die Kugel kommt ins Lager. Ich brauch nur noch auf den nur noch auf den Abzug drücken und sie schießt. Zu meiner Zeit hat man das mit Messern gemacht. Ganz wie ein Mann, würde ich jetzt was sagen, aber das mache ich noch un ungerner.

Udo Pohlmann:
Heißt das denn Zweikampf, was heißt das ?

Thomas K.
Bitte?

Udo Pohlmann:
Zweikampf.

Thomas K.
Zweikampf ja ja ganz früher war das der Straftatbestand des Zweikampf Zweikampf ja ja, das ist aber so lange her, da wurde Zweikampf noch mit EY geschrieben, das ist fast 400 Jahre her.

Udo Pohlmann:
Also meinten Sie nicht Zweikampf sondern jemanden töten.

Thomas K.
Wie bitte ?

Udo Pohlmann:
Also meinten sie eben mit dem Messer nicht Zweikampf sondern jemanden töten.

Thomas K.
Jaja erdolchen einfach nu Ja ja.

Udo Pohlmann:
Hat es das schon gegeben.

Thomas K.
Das hat es seit Menschengedenken gegeben, bei mir ist das noch nicht, bei mir ist das zu so noch nicht gegeben, wieso so fragen Sie danach ?

Udo Pohlmann:
Ja weil sie selbst gesagt haben, zu meiner Zeit. Zu meiner Zeit hat man das mit Messern gemacht haben sie selbst gesagt.

Thomas K.
Trauen Sie mir das zu ?

Udo Pohlmann:
Ja.

Thomas K.
Ja, ach ich dachte wir kennen uns jetzt schon ein bisschen besser.

Udo Pohlmann:
Ja, aber wenn man 20 Jahre jünger ist, hat man eine andere Mentalität.

Thomas K.
Warum sollte ich denn jemanden und vor allem und vor allem wem ?

Udo Pohlmann:
Das weiß ich nicht. Abtrünnige.

Thomas K.
Ja, aber es gibt ja auch diese Situation, wo Sie mit einem Messer angegriffen werden, wehren sich gegen diese Person, wollen ihr aber nichts tun und in dem Augenblick, Sie packen das handgelenk der Person, in wessen Hand sie gerade das Messer hält, stellen Sie sich einmal vor, ich stehe vor Ihnen und möchte Sie mit einem Messer attackieren, dann saust ja die Spitze, die Klinge des Messers, damit schlage ich ja auf Sie, richtig.

Udo Pohlmann:
Ja.

Thomas K.
Und dann, um sich zu wehren, greifen Sie nach dem Handgelenk, um sich vor dem Messer zu wehren und Sie verdrehen mir dann in dem Augenblick den Arm und die Klinge zeigt dann zu mir und in dem Augenblick, kriege ich einen Krampf und Sie rammen mir aus Versehen, aus Versehen, das Messer in den Hals, wäre das Mord ? Das wäre kein Mord. Sie hätten es ja nicht extra gemacht.

Udo Pohlmann:
Ja.

Thomas K.
Es wäre ja im Rahmen dessen, dass Sie sich verteidigt haben, das, da wäre das dann ja passiert.

Udo Pohlmann:
Ja.

Thomas K.
Also so gesehen wäre das dann ja kein Mord.

Udo Pohlmann:
Wenn man das aber mit Absicht macht, es ja einer.

Thomas K.
Dann ja, dann ja dann ja, wenn es aber im Rahmen des Verteidigens an sich passiert und die Person lässt plötzlich den Widerstand, den Widerstand nach und Sie haben aber denselben Druck, dann erstechen Sie die Person, bzw schlitzen ihr die Kehle auf, obwohl Sie es gar nicht wollen, sie wollten die Person nur entwaffnen.

Udo Pohlmann:
Ja.

Thomas K.
Hatten wir eine ganz andere Geschichte.

Udo Pohlmann:
Hat es so etwas schon einmal gegeben ?

Thomas K.
Wie wieso lenken Sie eigentlich bewusst auf dieses Thema, eigentlich, als ob Sie da etwas vermutet hätten.

Udo Pohlmann:
Weil Sie selbst davon gesprochen hatten, meiner Zeit damals.

Thomas K.
Ja.

Udo Pohlmann:
Hat man das mit Messer angemacht.

Thomas K.
Ja ja ja eben eben.

Udo Pohlmann:
Also eine Selbstverteidigungstechnik, die zum Tod führt.

Thomas K.
Was dann ja auch wieder ein Versehen ist.

Udo Pohlmann:
Ja ein eingeplantes Versehen.

Thomas K.
Nein, nein, es ging ja nur darum die Person zu entwaffnen, ihr das Messer zu zu entziehen, sie hatte den Griff in der Hand gehabt, da hätte ich in die Klinge fassen müssen, musste ich ihr ja das Handgelenk halten, dass sie kein Messer mehr in der Hand hat, dann wäre sie ja außer Gefecht gewesen, ich meine sogar sie zwei Messer gehabt. Soweit ich weiß, war ein normales Messer und dann aus der Hand geschlagen und dann, und dann kam das Bleimesser mit der ab.. der mit der ab.. der gebogenen Klinge.

Udo Pohlmann:
Ein Messer aus Blei.

Thomas K.
Aber aus, nee, ein Messer, mit dem mann Blei schneidet. (T. K. Liest jetzt vor)
“Aber aus ihrer Handtasche zog sie ein weiteres Messer, ein Spezialmesser, mit dem man eigentlich Blei und Zinn schneidet, sowas habe ich mal im Baumarkt gesehen, die Klingenspitze war nach oben gebogen. Jede Spitze passte, nee jene Spitze presste sie im Handgemenge in Richtung meiner Kehle. Ich hatte Todesangst und musste handeln es ging nicht anders. Das steht in unseren Protokollen. Mit der linken Hand zog ich an ihren Haaren und versetzte sie dadurch in einer Art Panik aber auch in eine zuvor nicht dagewesene Raserei. Sie Beleidigte mich und bespuckt mich als Juden-Schwein sie schien mich tatsächlich von irgendwoher zu kennen ich sie aber nicht zumindest nicht bewusst ich kämpfte mich in ihren Rücken und schützte mich auf diese Weise zumindest selbst mit der rechten Hand packte ich von hinten ihr Handgelenk. Gib mir das. An diese meine Worte erinnere ich mich noch. Als sie zischend nein brüllte schrie ich nur noch gib her und da passierte es. Der Widerstand in ihrer Hand ließ plötzlich nach und ich schlug ihr die Klinge in den Hals die Spitze der gebogenen Klinge sollte ja mich treffen also deutete die Klinge zwangsläufig auf Sie das wurde ihr zum Verhängnis

Das Blut spritzte, sie ließ abrupt von mir ab und ließ auch das Messer fallen, das sie ja noch hielt, ich hatte im Prinzip nur ihre Hand geführt, in meiner Panik zog ich meine Jacke aus und verband ihren Hals notdürftig, damit es nicht weiter spritzte. Ja.

Das sind unsere Protokolle”.

(…..)

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